Warum muss der Wallgraben saniert werden?
Im Wallgraben lagern bis zu 70 cm hoch Sedimente und organischer Schlamm. Außerdem verliert der Wallgraben im südlichen Bereich durch die Böschung Wasser in Richtung des tieferliegenden Lobers. Auch die Sohle, also der Grund des Wallgrabens, ist undicht. Hier haben die Starkwurzeln der Seerosen Schaden verursacht.
Die Sedimentablagerungen würden kurzfristig zu einem biologischen „Kippen“ des Gewässers führen, das bedeutet, dass Tier- und Pflanzenwelt zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten und dass selbst ein Fischsterben nicht auszuschließen ist. Zudem würden bei weiterer Sedimentablagerung Wallgrabenbereiche trocken fallen und verlanden.
Warum müssen Bäume an den Uferböschungen entnommen werden und dann auch noch so viele?
Die Böschungen müssen abgedichtet werden. Das wird mit tonhaltigen Bentonit-matten gemacht, die auch in den seitlichen Böschungsbereichen verlegt werden. Die Wurzeln im Böschungsbereich würden diese Matten durchstoßen. Deswegen müssen die Gehölze an den Uferlinien entnommen werden. Es sind 20 Groß- und 13 Kleingehölze auf dem Abschnitt Hallesche Straße bis Holzstraße. Die Bäume auf der Promenade bleiben jedoch erhalten.
Gibt es keine andere Ausbaumöglichkeit, für die die Bäume nicht gefällt werden müssten?
Eine andere Möglichkeit wäre die Verschmälerung des Wallgrabens auf zwei Meter Breite und die gleichzeitige Tieferlegung gewesen. Der Charakter der gesamten Anlage wäre damit jedoch verloren. Nicht zuletzt würde hier auch Lebensraum für Pflanzen- und Tierwelt verschwinden.
In Abstimmung mit den Wasser-, Naturschutz- und Denkmalbehörden hat man deshalb die nachhaltigste Variante weiter planen lassen: die Abdichtung und Entschlämmung unter Beibehaltung der bisherigen Gewässerbreite. Mit der Planung beauftragt ist übrigens ein erfahrenes Ingenieurbüro, das auch die Sanierung begleiten wird.
Warum mussten bei früheren Schlämmungen keine Bäume entnommen werden?
Damals floss noch kein Wasser vom Wallgraben durch die Böschung in Richtung Lober. Denn der Lober hatte früher noch einen höheren Wasserstand und speiste sogar den Wallgraben über eine einstellbare Wehranlage und eine Wasserzuleitung aus dem Tagebau Delitzsch Südwest. Durch den Grundwasseranstieg musste der Lober ausgebaggert werden und liegt seither tiefer als der Wallgraben. Dies hat zur Folge, dass aus dem Wallgraben Wasser in den Lober abfließt.
Warum wurde nicht früher über die geplanten Baumfällungen informiert?
Die endgültige Genehmigung der Ausbauvariante durch den Landkreis Nordsachsen ist in der Stadtverwaltung im Januar 2019 eingetroffen. Die ersten Fördermittel für die Maßnahme über das Bundesprogramm „Zukunft Stadtgrün“ müssen aber in 2019 verwendet werden.
Da Baumfällungen nur bis Ende Februar möglich sind, musste die Stadtverwaltung diese jetzt beauftragen, damit im April mit der Wallgrabensanierung begonnen werden kann.
Werden in den restlichen Bauabschnitten weitere Bäume gefällt und wird es Nachpflanzungen geben?
Es müssen auch im Abschnitt Holzstraße bis Tennisplatz noch Bäume entnommen werden.
Entsprechend der Gehölzschutzsatzung der Stadt Delitzsch wird es Nachpflan-zungen geben. Diese werden teilweise in die Lücken auf der Promenade gepflanzt und teilweise auf die Uferseite an der Stadtmauer. Es handelt sich um Linden, Ulmen und Erlen.
Montag, 11. Februar 2019
Mittwoch, 30. Januar 2019
Vorbereitung für Gewässerschlämmung
Ab kommendem Montag, dem 4. Februar 2019, werden am Wallgraben zwischen Hallescher Straße und Holzstraße wegen des bevorstehenden Gewässerausbaus insgesamt 33 Bäume entnommen.
Die Fällungen dienen der Vorbereitung der Schlämmung des Wallgrabens, der die Altstadt auf mehr als einem Kilometer umgibt.
Dabei werden im ersten Bauabschnitt (BA) zwischen Hallescher und Leipziger Straße insgesamt 24 Bäume an beiden Uferseiten aus dem Bestand genommen. Im zweiten BA zwischen Leipziger Straße und Holzstraße sind es neun Gehölze. Die Maßnahme dauert vom 4. bis 8. Februar 2019. Für diesen Zeitraum wird der Rad-/Gehweg auf der Wallgrabenpromenade gesperrt. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis.
Nachpflanzungen werden nach dem Ende der Baumaßnahmen erfolgen. Damit wird dann auch wieder der geschlossene Alleecharakter der Wallgrabenpromenade erreicht. In den vergangenen Jahren waren dort einige Bäume abgängig gewesen, die man – mit Rücksicht auf die geplante Schlämmung des Wallgrabens – nicht ersetzt hatte.
Hintergrund Wallgraben und Schlämmung des Wallgrabens
Der Wallgraben ist ein künstlicher Wassergraben, der seit dem Mittelalter die gesamte Delitzscher Altstadt umgibt. Heute ist er noch auf über einem Kilometer Länge erhalten, nur im Bereich des Barockschlosses war er im 19. Jahrhundert verfüllt worden. Die Breite beträgt 15 bis 25 Meter, an Brückendurchlässen zur Altstadt deutlich weniger.
Der Wallgraben wird heute mit Wasser über Pumpen aus dem streckenweiseweise benachbart fließenden Lober gespeist. Er fließt in den Mühlgraben ab.
Durch die in den 1990er Jahren gesetzten Seerosen, die geringe Fließgeschwindigkeit und den Biomasseeintrag der Gewächse an den Uferbereichen hat sich im Wassergraben eine bis zu 70 Zentimeter dicke Sediment- und Schlammschicht gebildet. Diese muss abgetragen werden.
Zuletzt war der Wallgraben 1991 geschlämmt worden.
Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Nordsachsen hat zur Schlämmung des Wallgrabens und zu den begleitenden Maßnahmen mit Auflagen zum Artenschutz und der Eingriffsregelung ihre Genehmigung erteilt. Diese ist zugleich Bestandteil der Plangenehmigung. Unter Beachtung von Nebenbestimmungen wurde der Stadt Delitzsch auch die denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilt.
Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet, mit den Angeboten rechnet die Stadtverwaltung im März 2019. Geplant ist der Baubeginn im ersten Bauabschnitt zwischen Halleschem Turm und Leipziger Straße im April 2019.
Die Fällungen dienen der Vorbereitung der Schlämmung des Wallgrabens, der die Altstadt auf mehr als einem Kilometer umgibt.
Dabei werden im ersten Bauabschnitt (BA) zwischen Hallescher und Leipziger Straße insgesamt 24 Bäume an beiden Uferseiten aus dem Bestand genommen. Im zweiten BA zwischen Leipziger Straße und Holzstraße sind es neun Gehölze. Die Maßnahme dauert vom 4. bis 8. Februar 2019. Für diesen Zeitraum wird der Rad-/Gehweg auf der Wallgrabenpromenade gesperrt. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis.
Nachpflanzungen werden nach dem Ende der Baumaßnahmen erfolgen. Damit wird dann auch wieder der geschlossene Alleecharakter der Wallgrabenpromenade erreicht. In den vergangenen Jahren waren dort einige Bäume abgängig gewesen, die man – mit Rücksicht auf die geplante Schlämmung des Wallgrabens – nicht ersetzt hatte.
Hintergrund Wallgraben und Schlämmung des Wallgrabens
Der Wallgraben ist ein künstlicher Wassergraben, der seit dem Mittelalter die gesamte Delitzscher Altstadt umgibt. Heute ist er noch auf über einem Kilometer Länge erhalten, nur im Bereich des Barockschlosses war er im 19. Jahrhundert verfüllt worden. Die Breite beträgt 15 bis 25 Meter, an Brückendurchlässen zur Altstadt deutlich weniger.
Der Wallgraben wird heute mit Wasser über Pumpen aus dem streckenweiseweise benachbart fließenden Lober gespeist. Er fließt in den Mühlgraben ab.
Durch die in den 1990er Jahren gesetzten Seerosen, die geringe Fließgeschwindigkeit und den Biomasseeintrag der Gewächse an den Uferbereichen hat sich im Wassergraben eine bis zu 70 Zentimeter dicke Sediment- und Schlammschicht gebildet. Diese muss abgetragen werden.
Zuletzt war der Wallgraben 1991 geschlämmt worden.
Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Nordsachsen hat zur Schlämmung des Wallgrabens und zu den begleitenden Maßnahmen mit Auflagen zum Artenschutz und der Eingriffsregelung ihre Genehmigung erteilt. Diese ist zugleich Bestandteil der Plangenehmigung. Unter Beachtung von Nebenbestimmungen wurde der Stadt Delitzsch auch die denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilt.
Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet, mit den Angeboten rechnet die Stadtverwaltung im März 2019. Geplant ist der Baubeginn im ersten Bauabschnitt zwischen Halleschem Turm und Leipziger Straße im April 2019.
Montag, 28. Januar 2019
Abbruch im künftigen Hort geht weiter
Die Abbrucharbeiten im Inneren des künftigen Horts "Loberaue" im Stadtteil Delitzsch-West gehen weiter. Aktuell entkernen die Arbeiter des beauftragten Bauunternehmens u. a. zwei kleinere Räume, aus denen später ein großer Gemeinschaftsraum wird.
Parallel sind die Elektriker noch am Werk und die Arbeiten an der Bodenplatte für das neue Haupttreppenhaus laufen weiter. Das entsteht als geräumiger Aufgang an der Nordseite des Schulgebäudes und ersetzt das innenliegende "alte" Treppenhaus. Dieses bleibt als zweiter Fluchtweg erhalten. Zusätzlich wird es künftig auch einen Fahrstuhl für das mehrstöckige Haus geben.
Die Fertigstellung des Umbaus ist für das Ende der Sommerferien 2019 geplant, so dass die 300 Schüler der Grundschule "Am Rosenweg" mit dem Beginn des neuen Schuljahres ihren Hort beziehen können.
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| Alle Fotos: Stadt Delitzsch/N. Fuchs |
| Blick zum Nordflügel, an den das neue Haupttreppenhaus angebaut wird. |
Mittwoch, 5. Dezember 2018
Deinstallationen im Hort „Loberaue“
Im Stadtteil West haben im November die Umbauarbeiten an der ehemaligen Schule zum Hortgebäude „Loberaue“ für 300 Kinder begonnen. Derzeit sind Elektriker und Heizungsbauer mit dem Rückbau der alten Anlagen beschäftigt.
Eventuell kann noch 2018 die Bodenplatte für ein neues Treppenhaus als zweiter Fluchtweg gegossen werden. Dies ist abhängig vom Wetter. Der Fahrstuhl, der ursprünglich als Anbau vorgesehen war, wird aus Kostengründen im Inneren errichtet.
Die Vergabe für die Trockenbau- und Putzarbeiten im neuen Hort ist am 4. Dezember 2018 beschlossen worden – für insgesamt rund 106.000 Euro.
Eventuell kann noch 2018 die Bodenplatte für ein neues Treppenhaus als zweiter Fluchtweg gegossen werden. Dies ist abhängig vom Wetter. Der Fahrstuhl, der ursprünglich als Anbau vorgesehen war, wird aus Kostengründen im Inneren errichtet.
Die Vergabe für die Trockenbau- und Putzarbeiten im neuen Hort ist am 4. Dezember 2018 beschlossen worden – für insgesamt rund 106.000 Euro.
Mittwoch, 10. Oktober 2018
Erste Aufträge für neuen Hort "Loberaue"
Rohbau, Elektro, Aufzug - das sind die ersten Aufträge, die für die Sanierung des Hortes "Loberaue" vergeben wurden. In der Sitzung des Technischen Ausschusses am 9. Oktober 2018 hatten die Mitglieder einstimmig für die Auftragsvergaben gestimmt.
Für den Hort "Loberaue" wird die ehemalige Schule West umgebaut. Dafür werden rund 1,8 Millionen Euro in die Hand genommen. Rund 1,33 Millionen Euro davon investiert die Stadt Delitzsch aus Eigenmitteln, rund rund 468.000 Euro kommen als Fördermittel aus dem Investkraft-Programm "Brücken in die Zukunft" hinzu.
Für den Hort "Loberaue" wird die ehemalige Schule West umgebaut. Dafür werden rund 1,8 Millionen Euro in die Hand genommen. Rund 1,33 Millionen Euro davon investiert die Stadt Delitzsch aus Eigenmitteln, rund rund 468.000 Euro kommen als Fördermittel aus dem Investkraft-Programm "Brücken in die Zukunft" hinzu.
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| Bereits im April 2017 hatte die damalige sächsische Staatsministerin für Kultus den Fördermittelbescheid übergeben. Doch hier war damals noch das Interim der OS Nord eingerichtet. |
Mittwoch, 5. September 2018
Hort Ost eingeweiht
Großer Auflauf bei der Einweihung des neu errichteten "Hort Ost" neben der Grundschule Ost. Für 100 Kinder der Grundschule entstand in gut einem Jahr Bauzeit das helle, moderne Hortgebäude. Hier werden die Schüler der dritten und vierten Klassen ihre Freizeit nach der Schule verbringen, während die niedrigen Klassenstufen altersgerecht weiterhin die Räume in der nahen Kita "Freundschaft" nutzen können.
Der Neubau hat rund 1,8 Millionen Euro gekostet, davon konnte die Stadt rund 470.000 Euro Fördermittel über die Richtlinie Investkraft ("Brücken in die Zukunft") generieren.
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| Alle Fotos: Stadt Delitzsch/N. Fuchs |
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| Viel Platz und viel Licht - das ist der neue Hort Ost in der Beerendorfer Straße. |
Erasmus-Schmidt-Schule eröffnet/Dank an SMI
Am 1. September 2018 war es soweit - die frühere Oberschule Nord wurde als Erasmus-Schmidt-Schule offiziell von der Stadt Delitzsch an die Schüler- und Lehrerschaft übergeben.
Rund zwei Jahre lang war der Plattenbau saniert und umgebaut worden. Während dieser Zeit lernten die Schüler in der früheren Schule West, wenige hundert Meter von der Baustelle entfernt.
Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 sollte der Schulbetrieb wieder Fahrt aufnehmen, doch in den ersten Tagen waren noch Restarbeiten offen und viele Kartons auszupacken.
Bei der heutigen Lage des Baugewerbes waren Verzögerungen im Bauablauf leider zu befürchten und dann auch eingetroffen... So liefen die Gäste am 1. September im Außenbereich noch über einige Meter Schotter und konnten dann aber eine hochmoderne Schule besichtigen.
| Alle Fotos: Stadt Delitzsch/N. Fuchs |
Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 sollte der Schulbetrieb wieder Fahrt aufnehmen, doch in den ersten Tagen waren noch Restarbeiten offen und viele Kartons auszupacken.
Bei der heutigen Lage des Baugewerbes waren Verzögerungen im Bauablauf leider zu befürchten und dann auch eingetroffen... So liefen die Gäste am 1. September im Außenbereich noch über einige Meter Schotter und konnten dann aber eine hochmoderne Schule besichtigen.
| Das Mensagebäude verbindet Schule und Turnhalle. |
| Jeder Flur ist in einer anderen kräftigen Farbe gestaltet. |
| Rund 30 digitale Tafeln für insgesamt rund 300.000 € hat die Stadt für die neuen Klassenräume angeschafft. |
| Schulleiter Hess (Foto, M.) nahm den symbolischen Schlüssel von OBM Dr. Manfred Wilde (r.) und Bürgermeister Thorsten Schöne (l.) in Empfang. |
Die Sanierung und Erweiterung der Schule kostete rund 7,7 Millionen Euro, davon werden rund 4,9 Millionen Euro über das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau-Ost, Aufwertung“, gefördert. Dafür sagen wir DANKE und wünschen allen Schülern und Lehrern viel Freude in der neuen Schule.
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