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Mittwoch, 8. Mai 2024

Best Practice „Stadtgrün“- LfLUG informiert sich in Delitzsch

Am 7. Mai 2024 besuchte ein Team des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) des Freistaates Sachsen die Stadt Delitzsch. Die Fachleute informierten sich in der Loberstadt über den ersten Sanierungsabschnitt des Wallgrabens, Blühwiesen und den Grünzug Nord – alles Projekte, die aus dem Fördertopf „Zukunft Stadtgrün“ bezuschusst wurden.

Beim Rundgang wurden dabei viele Themen besprochen – Naturschutz, Klimaschutz, die Thematiken Lober und Grundwasser, Öffentlichkeitsbeteiligung, politische Gremienarbeit usw.
Dabei diente der Expertenbesuch als Evaluation der Projekte, die in Sachsen als Best Practice eingeschätzt werden.

Foto: Nadine Fuchs

Freitag, 4. August 2023

Künftiger Grünzug Nord dient auch dem Freizeitsport

Der neue Grünzug, der in Delitzsch-Nord für Luft- und Kleinklimaverbes-serung sorgen soll, wird auch als Freiluftsportstätte dienen. Diverse Outdoor-Fitnessgeräte, wie eine Beinpresse und ein Hüfttrainer, sollen noch im Herbst 2023 Aufstellung finden. 

Montag, 26. Juni 2023

Arbeiten am „Grünzug“ im Delitzscher Norden gehen voran

Auf einer großen Freifläche im Delitzscher Norden zwischen Securiusstraße, Lessingstraße und Gellertstraße entsteht derzeit der „Grünzug Nord“. Umgeben von einer relativ engen Wohnbebauung mit Plattenbauten aus den 1970er und 1980er Jahren ist das Areal als Kaltluftschneise sowie Erholungs- und Begegnungsfläche für alle Generationen vorgesehen.

Donnerstag, 9. März 2023

Grünzug entsteht im Delitzscher Norden

Die Wege sind fast fertiggestellt, die ersten Bänke stehen. Auf der großen Freifläche zwischen Securiusstraße, Lessingstraße und Gellertstraße legt die Delitzscher Landhandel und Dienste GmbH im Auftrag der Stadtverwaltung Delitzsch derzeit den „Grünzug Nord“ an – eine neue Kaltluftschneise und Erholungsfläche.

Dienstag, 17. Mai 2022

Bürgerdialog zum neuen "Grünzug Nord"

Am 10. Mai 2022 fand in Delitzsch-Nord ein Bürgerdialog zum Thema „Grünzug Delitzsch-Nord – Zukunft Stadtgrün“ statt. 

Dienstag, 5. November 2019

Wallgraben - 1. BA geflutet

Der erste Bauabschnitt des Wallgrabens ist geflutet. Am letzten Dienstag begann die Flutung, die bis zum Erreichen der Sollhöhe etwa fünf Tage dauerte.

Foto: Stadt Delitzsch/Christian Maurer

Donnerstag, 29. August 2019

Deckschicht wird eingebracht

Kaum sind die Bentonitmatten verlegt und miteinander verbunden, wird im ersten Bauabschnitt auch schon die erdhaltige Deckschicht eingebracht. Sie ist relativ schwach wasserdurchlässig und schützt die Bentonitmatten vor mechanischen Beeinflussungen.

Alle Fotos: Stadt Delitzsch/Nadine Fuchs




Mittwoch, 28. August 2019

Bentonitmatten werden verlegt

Derzeit werden im Wallgraben die Bentonitmatten im ersten Bauabschnitt verlegt. Diese tonhaltigen Matten dienen zur Abdichtung.
Später wird noch eine Abdeckschicht aufgebracht.

Alle Fotos: Stadt Delitzsch/Christian Maurer

Donnerstag, 6. Juni 2019

Wallgraben im ersten BA weitgehend beräumt

Im ersten Baubschnitt sind die Schlammschichten weitestgehend beräumt. Mittlerweile könnte man trockenen Fußes durch den Graben gehen (ACHTUNG - Baustelle, daher ist das natürlich verboten!).

Beide Fotos: Stadt Delitzsch/Christian Maurer


Mittwoch, 22. Mai 2019

Blühwiesen für mehr Artenvielfalt in Delitzsch

So mancher Delitzscher wundert sich aktuell vielleicht über blühende Wiesen im Stadtgebiet. Dort, wo sonst hektarweise gemähter Rasen zu sehen ist, locken nun Wildblumen Falter und Bienen an.

Blühwiese in der Gellert-Straße. Foto: Stadt Delitzsch/Nadine Fuchs
Mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e. V. (LPV) bemüht sich die Stadt Delitzsch um die Verbesserung der biologischen Vielfalt im Stadtgebiet. Mehr als 20 Blühwiesen soll es am Ende geben, in Anlehnung an ein Entwicklungsstadium der Schmetterlinge „Puppenstuben“ genannt.
Das sachsenweite Projekt „Puppenstuben gesucht“ vereint Blühwiesen im Freistaat. An der Internetseite www.schmetterlingswiesen.de können alle Menschen mitwirken, in dem sie etwa Sichtungen von Faltern melden.

Veronika Leissner, Geschäftsführerin des LPV erklärt, warum solche Blüh- und Schmetterlingswiesen wiesen wichtig sind:
„Mit einer Mahd werden innerhalb von wenigen Minuten alle Entwicklungsstufen von Schmetterlingen vernichtet und damit sind in dem Bereich gleich mehrere Falter-Generationen einfach verschwunden.“ 
Deswegen ist es ein entsprechendes Mahd-Regime wichtig. Gemäht wird eine Blühwiese nur etwa zwei Mal im Jahr zu bestimmten Zeitpunkten. Die Mahd erfolgt dann abschnittsweise, also nicht auf der gesamten Fläche.Das Mahdgut muss entfernt werden.

Wenn Bürger zusätzliches Saatgut einbringen möchten, so muss dies regional sein. Im Zweifel genügt ein Anruf bei der zuständigen Projekt-Koordinatorin beim LPV, Sophie von Eichborn, um sicher zu gehen, ob man eine Saatbombe werfen kann oder nicht.

Die Stadtverwaltung Delitzsch bittet indes die Bürger um Verständnis, denn diese müssen sich zum Beispiel im Stadtteil Nord erst einmal mit ungewohnten Bildern vertraut machen. Wo früher hektarweise Rasen regelmäßig geschnitten wurde, blüht es nun.

Die Umsetzung des Projektes erfolgt im Rahmen einer Gesamtmaßnahme, mit der auch die Sanierung des Wallgrabens rund um die Altstadt einhergeht. Diese wird im Rahmen des Bund-Länder-Programms der städtebaulichen Erneuerung „Zukunft Stadtgrün“ bis zum Jahr 2021 mit 484.000 Euro gefördert. Das sind zwei Drittel der förderfähigen Kosten. Der Eigenanteil der Stadt Delitzsch beträgt rund 1,8 Millionen Euro. Die Maßnahmen müssen bis zum Jahresende 2022 abgeschlossen sein.



Freitag, 17. Mai 2019

Wallgraben wird ausgebaggert

Seit Anfang der Woche wird der Wallgraben ausgebaggert. Die Firma EcoSoil hat im ersten Bauabschnitt am Ende des Wallgrabens/Höhe Hallescher Turm mit der Auskofferung begonnen und arbeitet sich östlich in Richtung Leipziger Straße vor.

Alle Fotos: Stadt Delitzsch/Nadine Fuchs
Dr. Stefan Köhler, Erster Bürgermeister Friedrichshafens, im Gespräch mit Dr. Wilde
Am heutigen Freitag waren auch zwei Verwaltungschefs am Wallgraben unterwegs. Dr. Stefan Köhler, Erster Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, informierte sich beim Delitzscher Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde über die Maßnahmen im Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün".
Dazu gehören neben der Wallgrabensanierung auch mehrere Blühwiesen in und um Delitzsch.

Mittwoch, 3. April 2019

Auftrag für Wallgraben-Sanierung vergeben

Rund 540.000 Euro wird die aufwändige Sanierung des Wallgrabens im ersten Bauabschnitt kosten. Der historische Stadtgraben war in den letzten Jahrzehnten zunehmend verschlammt und undicht geworden. Um dies zu beheben, werden der Schlamm ausgekoffert und tonhaltigen Bentonitmatten sowie eine circa 35 cm hohen Abdeckschicht eingebracht.
Der Auftragsvergabe für diese Sanierung hat der Technische Ausschuss am gestrigen Dienstagabend zugestimmt.

Bauvorbereitende Maßnahmen werden ab 15. April 2019 stattfinden. Parallel zu den Arbeiten im ersten Bauabschnitt (BA) wird der zweite BA beplant. Insgesamt gibt es vier Bauabschnitte. Von den rund 2 Millionen Euro Gesamtkosten trägt die Stadt Delitzsch rund 800.000 Euro als Eigenmittel. 1,2 Millionen Euro konnten aus dem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung „Zukunft Stadtgrün“ generiert werden.

Vom Bund heißt es zu diesem Programm: „Sie [die Finanzhilfen] können in diesem Sinne für städtebauliche Maßnahmen eingesetzt werden, die der Anlage, Sanierung beziehungsweise Qualifizierung und Vernetzung öffentlich zugänglicher Grün- und Freiflächen im Rahmen der baulichen Erhaltung und Entwicklung von Quartieren als lebenswerte und gesunde Orte dienen. Die Maßnahmen leisten damit einen Beitrag zur Lebens- und Wohnqualität, zur gesellschaftlichen Teilhabe, zur Verbesserung des Stadtklimas und der Umweltgerechtigkeit insbesondere durch eine gerechte Verteilung qualitativ hochwertigen Stadtgrüns sowie zum Erhalt der biologischen Vielfalt und der Naturerfahrung“ (Quelle: www.bmi.bund.de)

In den letzten Wochen waren im Wallgraben bereits das Wasser abgelassen sowie Fische und Muscheln umgesetzt worden. Wasserpflanzen wurden geborgen und müssen teilweise – so die Forderung der Wasserbehörde – nach Abschluss der Sanierung in flache Uferrandbereiche wieder eingesetzt werden.

Montag, 11. Februar 2019

Häufig gestellte Fragen zum Thema WALLGRABENSANIERUNG

Warum muss der Wallgraben saniert werden?
Im Wallgraben lagern bis zu 70 cm hoch Sedimente und organischer Schlamm. Außerdem verliert der Wallgraben im südlichen Bereich durch die Böschung Wasser in Richtung des tieferliegenden Lobers. Auch die Sohle, also der Grund des Wallgrabens, ist undicht. Hier haben die Starkwurzeln der Seerosen Schaden verursacht.
Die Sedimentablagerungen würden kurzfristig zu einem biologischen „Kippen“ des Gewässers führen, das bedeutet, dass Tier- und Pflanzenwelt zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten und dass selbst ein Fischsterben nicht auszuschließen ist. Zudem würden bei weiterer Sedimentablagerung Wallgrabenbereiche trocken fallen und verlanden.

Warum müssen Bäume an den Uferböschungen entnommen werden und dann auch noch so viele?

Die Böschungen müssen abgedichtet werden. Das wird mit tonhaltigen Bentonit-matten gemacht, die auch in den seitlichen Böschungsbereichen verlegt werden. Die Wurzeln im Böschungsbereich würden diese Matten durchstoßen. Deswegen müssen die Gehölze an den Uferlinien entnommen werden. Es sind 20 Groß- und 13 Kleingehölze auf dem Abschnitt Hallesche Straße bis Holzstraße. Die Bäume auf der Promenade bleiben jedoch erhalten.

Gibt es keine andere Ausbaumöglichkeit, für die die Bäume nicht gefällt werden müssten?
Eine andere Möglichkeit wäre die Verschmälerung des Wallgrabens auf zwei Meter Breite und die gleichzeitige Tieferlegung gewesen. Der Charakter der gesamten Anlage wäre damit jedoch verloren. Nicht zuletzt würde hier auch Lebensraum für Pflanzen- und Tierwelt verschwinden.
In Abstimmung mit den Wasser-, Naturschutz- und Denkmalbehörden hat man deshalb die nachhaltigste Variante weiter planen lassen: die Abdichtung und Entschlämmung unter Beibehaltung der bisherigen Gewässerbreite. Mit der Planung beauftragt ist übrigens ein erfahrenes Ingenieurbüro, das auch die Sanierung begleiten wird.

Warum mussten bei früheren Schlämmungen keine Bäume entnommen werden?
Damals floss noch kein Wasser vom Wallgraben durch die Böschung in Richtung Lober. Denn der Lober hatte früher noch einen höheren Wasserstand und speiste sogar den Wallgraben über eine einstellbare Wehranlage und eine Wasserzuleitung aus dem Tagebau Delitzsch Südwest. Durch den Grundwasseranstieg musste der Lober ausgebaggert werden und liegt seither tiefer als der Wallgraben. Dies hat zur Folge, dass aus dem Wallgraben Wasser in den Lober abfließt.

Warum wurde nicht früher über die geplanten Baumfällungen informiert?
Die endgültige Genehmigung der Ausbauvariante durch den Landkreis Nordsachsen ist in der Stadtverwaltung im Januar 2019 eingetroffen. Die ersten Fördermittel für die Maßnahme über das Bundesprogramm „Zukunft Stadtgrün“ müssen aber in 2019 verwendet werden.
Da Baumfällungen nur bis Ende Februar möglich sind, musste die Stadtverwaltung diese jetzt beauftragen, damit im April mit der Wallgrabensanierung begonnen werden kann.

Werden in den restlichen Bauabschnitten weitere Bäume gefällt und wird es Nachpflanzungen geben?
Es müssen auch im Abschnitt Holzstraße bis Tennisplatz noch Bäume entnommen werden.
Entsprechend der Gehölzschutzsatzung der Stadt Delitzsch wird es Nachpflan-zungen geben. Diese werden teilweise in die Lücken auf der Promenade gepflanzt und teilweise auf die Uferseite an der Stadtmauer. Es handelt sich um Linden, Ulmen und Erlen.


Donnerstag, 14. Dezember 2017

484.000,- € für ein klimagerechtes Delitzsch


In der vergangenen Woche traf der Fördermittelbescheid im Programm der Städtebauförderung „Zukunft Stadtgrün“ in der Stadtverwaltung ein.
Das Programm unterstützt Maßnahmen zur Klimaverbesserung und zur Qualitätssteigerung von Grünflächen in Städten.

Zwei Drittel der förderfähigen Kosten werden als Anteilfinanzierung ausgereicht. In Delitzsch sind das 484.000 Euro.
Die Stadt hatte bei der Förderstelle ein umfassendes, auf rund 62 Hektar ausgedehntes Vorhaben eingereicht. Dieses soll beinhalten:
-    die Sicherung der Wasserflächen des historischen Wallgrabens zum Erhalt der Biodiversität
-    Blüh- und Schmetterlingswiesen in der Loberaue und in den Wohngebieten Nord und West
-    Die Begrünung von Erholungsflächen im Stadtteil Nord

Damit sollen bis 2022 zwei Hauptthemen bearbeitet werden: die Sanierung des Wallgrabens und die Klimaanpassung im Stadtteil Nord.
Der Wallgraben umgibt als künstliches Gewässer den historischen Stadtkern von Delitzsch. Er wird über Pumpen aus dem Lober gespeist und fliest in den Mühlgraben ab. Die letzte Schlämmung fand 1991 statt. Durch das Einbringen von Seerosen und anderen organischen Materialien verkrautet und verschlammt der Wallgraben immer mehr. Die Bestände von Fischen und anderen Wassertieren sind gefährdet. Aufgrund der umfassenden Sanierung wird die Stadt Delitzsch im Rahmen der Programmausschreibung 2018 ein Aufstockungsantrag für das Programm „Zukunft Stadtgrün“ stellen.
Im Norden von Delitzsch stehen große Plattenbauten recht nah beieinander. An heißen Tagen – in Delitzsch scheint die Sonne mehr als 2000 Stunden im Jahr – staut sich die Hitze im Wohngebiet. Große Grünflächen fungieren als sogenannte Kaltluftschneisen. Sie ermöglichen das Abströmen der heißen Luftmassen und damit nachhaltig die Klimaanpassung.

Die Zuwendung wird von 2018 bis 2021 in Jahresscheiben ausgereicht.